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Modell des Projekts
Modell des Projekts
D.1

Die Bordelaiser «Échoppe» neu denken.

Eine «Échoppe» in Mehrgenerationenwohnen verwandeln

Meine Rolle
SIA-Phasen 21 · 31 · 32
2025

Die «Échoppe», ein eingeschossiges Stadthaus aus Stein, ist der städtische Haustyp von Bordeaux. Das Projekt macht daraus ein Haus für drei Generationen, ohne seine Fassade auszulöschen: ein bewohnter Sockel, ein gemeinsamer Kern, eine Aufstockung in Holzbauweise.

SituationSituation
Ort
Rue Godard, Bordeaux (33200)
Programm
Mehrgenerationenwohnen
Rahmen
ENSAP Bordeaux, Master
Betreuung
Ferran Yusta Garcia
Jahr
2025
SIA-Phasen 112Frankreich: Diplomprojekt

Die Bordelaiser Échoppe.

Ein steinernes Stadthaus, eingeschossig und oft auf einem halb eingegrabenen Sockelgeschoss, wurde die Échoppe in Bordeaux vom 19. Jahrhundert bis in die 1930er-Jahre in Serie gebaut, einfach oder doppelt, je nachdem ob der Flur sie seitlich begleitet oder durchquert. Mehrere Dutzend bereits sanierte Échoppes wurden verglichen, mit Hilfe eines KI-Werkzeugs zur Bildauswertung: Immer wieder zeigen sich dieselben Schwierigkeiten, tiefe Räume ohne Licht, ein vernachlässigtes Halbgeschoss, ungenügende Lüftung, und dieselben Antworten, Anbau, Aufstockung, geöffnetes Dach.

Punktwolken-Aufnahme mit LiDAR
Bordeaux, UNESCO-Schutzzone und Lage der Échoppes · Pläne
Bordeaux, UNESCO-Schutzzone und Lage der Échoppes · Pläne
Einfache und doppelte Échoppe · Grundrisse und Fassaden
Einfache und doppelte Échoppe · Grundrisse und Fassaden
Synthese der Sanierungsanalysen · Prinzipschnitte
Synthese der Sanierungsanalysen · Prinzipschnitte

Die gemeinschaftliche Échoppe.

Untersucht wird eine Eck-Échoppe in Caudéran, nur einseitig angebaut, mit LiDAR vermessen, um einen genauen Bestand zu haben. Das Projekt bleibt nicht bei diesem Einzelfall: Es macht daraus ein Repertoire übertragbarer Eingriffe, eine zurückhaltende Aufstockung zur Strasse, ein Anbau zum Garten, ein grüner Filter gegen Einblicke, um drei Haushalte unter einem Dach aufzunehmen.

Der Block von oben, die Échoppe in der Mitte
Der Block von oben, die Échoppe in der Mitte
Antwort auf den Ort: Aufstockung, grüne Filter gegen Einblicke, denkmalgeschützte Nachbarbebauung
Antwort auf den Ort: Aufstockung, grüne Filter gegen Einblicke, denkmalgeschützte Nachbarbebauung
Volumetrische Entwicklung: Bestand, Aufstockung und Anbau
Volumetrische Entwicklung: Bestand, Aufstockung und Anbau
Die Strassenfassade vor dem Projekt
Die Strassenfassade vor dem Projekt

Der bewohnte Sockel.

Das halb eingegrabene Sockelgeschoss, sonst Keller oder Abstellraum, wird zu einer vollwertigen Wohnung für zwei junge Berufstätige. Eine tiefer liegende Terrasse begleitet die Westfassade und lässt Licht und Luft ebenerdig herein; an den Mauern mildert eine nach Ausrichtung gewählte Kletterbepflanzung, Kletterhortensie und wilder Wein im Norden, Kletterrose und Sternjasmin im Westen, Geissblatt und Clematis im Süden, die Fassade im Lauf der Jahreszeiten.

Blick auf die Nordfassade von der Strasse
Blick auf die Nordfassade von der Strasse
Die untere Terrasse entlang der Westfassade
Die untere Terrasse entlang der Westfassade
Grundriss Sockelgeschoss · 1:50
Grundriss Sockelgeschoss · 1:50
Nordfassade · 1:50
Nordfassade · 1:50
Schnitt AA · 1:50
Schnitt AA · 1:50
Vertikale Begrünung, nach Ausrichtung gewählt · Prinzipplan
Vertikale Begrünung, nach Ausrichtung gewählt · Prinzipplan

Das Herz der Échoppe.

Im Erdgeschoss, dem vornehmen Geschoss der Échoppe, behält das Eigentümerpaar seine Wohnung, neu organisiert um einen durchgehenden Wohnraum. Die Steinmauern bewahren ihre Speichermasse, und ein Netz aus Aussentreppen und Terrassen erschliesst jeden Haushalt unabhängig, ohne je durch die Wohnung eines anderen zu führen.

Blick auf die Westfassade
Blick auf die Westfassade
Die Erdgeschossterrasse entlang der Westfassade
Die Erdgeschossterrasse entlang der Westfassade
Grundriss Erdgeschoss · 1:50
Grundriss Erdgeschoss · 1:50
Schnitt BB · 1:50
Schnitt BB · 1:50
Westfassade · 1:50
Westfassade · 1:50

Das Terrassengeschoss.

Die Aufstockung in Holzständerbauweise, auf einem Ringanker über den Steinmauern, nimmt eine junge Familie unter einem geknickten Dach auf, das die Silhouette der Bordelaiser Dachgeschosse aufnimmt. Das Detail im Massstab 1:20 regelt den Anschluss zwischen altem Mauerwerk und neuer Wand; Solarpaneele auf dem Dach und Regenwassernutzung machen die Échoppe zur Erzeugerin eines Teils ihrer Ressourcen.

Blick auf die Südfassade
Blick auf die Südfassade
Die Terrassen der Südfassade
Die Terrassen der Südfassade
Grundriss Obergeschoss · 1:50
Grundriss Obergeschoss · 1:50
Südfassade · 1:50
Südfassade · 1:50
Tragprinzip: Bestand aus Stein, Holzständerbau, Dach
Anschlussdetail zwischen Bestand und Aufstockung · 1:20
Anschlussdetail zwischen Bestand und Aufstockung · 1:20
Schnitt CC · 1:50
Schnitt CC · 1:50
Eine Échoppe, die Ressourcen erzeugt
Eine Échoppe, die Ressourcen erzeugt

Generationenübergreifendes Zusammenleben.

Drei Haushalte, drei Lebensalter: ein Rentnerpaar im Erdgeschoss, eine junge Familie in der Aufstockung, zwei junge Berufstätige im Sockel, jeder mit eigenem Eingang und vollständiger Wohnung. Am Ende des Gartens vereint das Nebengebäude, was sich zu teilen lohnt, Küche, Gemeinschaftsraum, Terrasse; die Wege aller kreuzen sich dort, ohne sich aufzudrängen, ein gewähltes statt ein erduldetes Zusammenleben.

Die Wege der Bewohner · Grundrisse der drei Ebenen
Die Wege der Bewohner · Grundrisse der drei Ebenen
Grundrisse des Nebengebäudes, Erd- und Obergeschoss · 1:50
Grundrisse des Nebengebäudes, Erd- und Obergeschoss · 1:50
Nordfassade des Nebengebäudes · 1:50
Nordfassade des Nebengebäudes · 1:50
Schnitt DD · 1:50
Schnitt DD · 1:50
Das Obergeschoss des Nebengebäudes
Das Obergeschoss des Nebengebäudes
Die Terrasse im Erdgeschoss des Nebengebäudes
Die Terrasse im Erdgeschoss des Nebengebäudes
Vollständiges Portfolio (PDF, 39 S., auf Französisch)